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30. Mai bis 08.Juli 2018

ECHT - FALSCH Das Phänomen der Kunstfälschung

Ausstellung - Vorträge - Diskussionsrunden

Vernissage:  30.Mai 19.00Uhr

Laudatio: Augustin M. Noffke

Öffnungszeiten: Di. – Fr.: 15.00 – 19.00Uhr; Sa. – So.: 11.00 – 18.00Uhr

Eintritt: € 5,- (ermäßigt: € 3,-)

 

Die Fabrik der Künste präsentiert eine umfangreiche Ausstellung und Dokumentation zum Phänomen der Kunstfälschung. Es gibt Theorien, die davon ausgehen, dass 40 – 60 % der im Kunsthandel angebotenen Werke gefälscht sein könnten. Dies und die Tatsache, dass immer wieder auch routinierte Gutachter und Kunstexperten durch Fälschungen getäuscht wurden und werden, macht dieses Thema zu einem besonders heiklen und sensiblen Aspekt innerhalb der Kunstbranche, der aber gleichzeitig auch eine nicht zu leugnende Faszination ausübt.

Ziel des Projektes ist es, die zahlreichen Facetten und Perspektiven dieses komplexen und vielschichtigen Themas an konkreten Beispielen darzustellen. Die Ausstellung zeigt ein breites Spektrum an Exponaten – von legal angefertigten und frei verkäuflichen Kopien bis hin zu polizeilich konfiszierten Kunstfälschungen mit kriminalistischem Hintergrund.

Dabei wird zunächst aufgezeigt, wo die Grenzen zwischen legaler Kopie und krimineller Kunstfälschung liegen, welche Grauzonen es gibt und was genau eine „echte“ Fälschung ausmacht.

Außerdem wird thematisiert, wie sich der „Markt“ der Kunstfälschung in den letzten Jahrzehnten verändert hat, nicht zuletzt durch die immer präziser werdenden Möglichkeiten, die moderne Laboruntersuchungen bieten oder auch durch die simplen Vergleichsmöglichkeiten, die das Internet sowie detaillierte Werksverzeichnisse ermöglichen. Auch die digitalistischen Bearbeitungsmöglichkeiten, die innerhalb der zeitgenössischen Kunst immer präsenter werden, werfen neue Grenzen und Möglichkeiten für Kunstfälscher auf, die einerseits auf das schnelle Geld hoffen und sich gleichzeitig an dem Gefühl berauschen, den Kunstmarkt zu täuschen und ins Lächerliche zu ziehen, der ihnen als Künstler mit ihren selbst kreierten Werken oftmals den Zutritt verwehrte.

Anhand ausgewählter Arbeiten namhafter Meisterfälscher, wie zum Beispiel Edgar Mrugalla oder Konrad Kujau, aber auch legal arbeitender Kopisten, wie die Gebrüder Posin, wird in direkter Gegenüberstellung gezeigt, wie täuschend echt Fälschungen und Kopien mitunter den Originalen nachempfunden sind. In diesem Zusammenhang werden Original- und Stilfälschungen berühmter Künstler wie Braque, Bruegel d.Ä., Chagall, Heckel, Kollwitz, Pechstein, Picasso, Rembrandt, Raffael, Schwitters und Spitzweg gezeigt. Die ausgestellten Leihgaben stammen sowohl aus Privatbesitz als auch aus verschiedenen Museen und Galerien.

Außerdem werden die individuellen Wege, Stationen und Geschichten ebendieser gefälschten Arbeiten nachverfolgt, die mitunter weite Wege innerhalb des Kunstmarktes zurückgelegt haben.

Auch die Geschichte ihrer Fälscher wird dargelegt. Welche Motivation sie antrieb, welche Umstände zu ihrer Überführung führten und nicht zuletzt auch die Art und Weise der Herstellung von Werken, die mitunter echter aussehen als das Original.

 

Begleitend zur Ausstellung wird es ein vielfältiges Programm aus Vorträgen und Diskussionsrunden mit Experten der Polizei, Betroffenen und Journalisten geben, die berühmte Fälle der Kunstfälschung thematisieren. Außerdem werden Gutachter, Kunsthistoriker und Galeristen Einblicke geben, anhand welcher Kriterien und mit welchen Verfahren Kunstfälschungen identifiziert werden können und welche Grenzfälle es zu beachten gibt.

 

 Rahmenprogramm:

 

So. 03.Juni 2018 16.00Uhr

„Schöner als das Original – 100 Jahre Kunstfälschung“

Vortrag von Dr. Lilli Weissweiler (wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Staatsgalerie Stuttgart) über Motivation und Vorgehensweise von Kunstfälschern anhand der drei großen Fälle Hans und otto Wacker, Han van Meegeren und Wolfgang Beltracchi.

 

Do. 07.Juni 2018 18.00Uhr

„Keine Stern-Stunde – die programmierte Katastrophe mit den gefälschten Hitler-Tagebüchern“

Michael Seufert (ehem. Chefredakteur des stern-Magazins) über Konrad Kujau und einen der größten Presseskandale der deutschen Geschichte.

 

Fr. 15.Juni 2018 18.00Uhr

„Fake! What else?“

Diane Grobe (Direktorin Fälschermuseum Wien) gibt spannende und skurrile Einblicke in die Welt der Fälscher, des Kunstmarktes und des Urheberrechtes.

 

So. 17.Juni 2018 16.00Uhr

„Die große Gier“

Kriminalisten und Kunstexperten diskutieren darüber, warum der Kunstmarkt immer wieder auf Fälschungen hereinfällt und Fälschungen oftmals so schwer erkennbar sind.

Karl Günther Barth (ehem. Chefredakteur Hamburger Abendblatt) im Gespräch mit René Allonge (Leitender Ermittler Berliner Landeskriminalamt), Sven Röbel (SPIEGEL-Reporter) und Dr. Hannes Etzlstorfer (Kunsthistoriker und Ausstellungskurator).

 

So. 01.Juli 2018 16.00Uhr

„Diebe, Fälscher, Hintermänner – Der Kunstmarkt aus polizeilicher Sicht“

Ernst Schöller (ehem. Kriminalhauptkommissar) war 35 Jahre im Bereich „Kunst- und Kulturgutschutz“ beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg tätig. Sein Vortrag beleuchtet die verschiedenen Facetten des Kunstmarktes, zeigt die Verbindungen zum Handel, den Auktionshäusern, aber auch zu den Gutachtern und sogenannten Experten auf.

 

 

„Landschaft mit Häusern und Bäumen“
Nach Max Pechstein, Fälscher unbekannt, Öl auf Leinwand
Leihgabe aus einer Berliner Galerie
„Mona Lisa“
Nach Leonardo da Vinci, Kopisten Posin Brüder, Öl auf Leinwand
Leihgabe aus dem Kunstsalon Posin, Berlin
„Verzweiflung“
Nach Emil Nolde, Fälscher Edgar Mrugalla, Holzschnitt
Leihgabe aus Privatbesitz
„Selbstbildnis mit Federbarett“
Nach Rembrandt van Rijn, Fälscher Edgar Mrugalla, Radierung
Leihgabe aus Privatbesitz
 
 

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21.August – 15.September 2018
„Unter aller Sau“

Cartoons, Objekte und andere Kostbarkeiten der stern-Cartoonisten Til Mette & Tetsche

Vernissage: 21.August 2018, 19.00 Uhr


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28. – 30.September
Art goes public – Kunstprojekt


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05. – 14.Oktober 2018
„Himmel, Hölle oder Nichts?“

Kunstprojekt zum Thema Weltreligionen

Vernissage: Freitag, 5. Oktober 2018, 19 Uhr

Dieses Kunstprojekt möchte zum kulturellen und interreligiösen Dialog und zur Verständigung beitragen. Hamburger Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Weltanschauungen mit verschiedenen kulturellen und religiösen Hintergründen zeigen in der Ausstellung Arbeiten zu diesem Thema. Die Akademie der Weltreligionen, die die Schirmherrschaft übernommen hat, wird mit Beiträgen und Vorträgen dieses Projekt unterstützen. Performances und Aufführungen des Norddeutschen Tanztheaters und Musik vervollständigen das Programm. Mit dem Thema dieser Ausstellung über Jenseitsvorstellungen stellen wir existentielle Fragen: Sind wir, wenn wir biologisch sterben, nicht mehr existent? Was danach kommt, wissen wir darüber etwas? Gibt es dann Himmel oder Hölle? oder Nichts? Spielen solche Fragen eine Rolle für die KünstlerInnen heutzutage, und finden sie Eingang in ihre künstlerischen Arbeiten? Spielt der Glaube, die eigene Religion überhaupt eine Rolle dabei - bewusst oder unbewusst?

An der Ausstellung nehmen folgende bildende KünstlerInnen teil: Wahida Azhari, Lahsen Azougaye, Jaakov Blumas, Maria Fisahn, Dorothea Fischer, Marianne Greve, John Günther, Jutta Konjer, Petra von Langsdorff, Antje Schönau, Ilka Vogler.


05. - 14.Oktober 2018
Lackfolienbilder

Ausstellung der Künstlerin Ilka Vogler

Vernissage: Freitag, 5. Oktober 2018, ca. 19:30 Uhr

Lackfolienbilder nehmen einen breiten Raum im künstlerischen Schaffen Ilka Voglers ein (neben Textinstallationen und Arbeiten auf Acrylglas).

Statt auf Leinwand entstehen ihre Malereien und Textbilder auf glänzender Lackfolie.

Das Zusammenwirken dieses Materials als Bildträger mit den Natur- und Landschaftsmotiven, auch Ansichten von Innenräumen und Stadtlandschaften erzeugt Spannung und Schönheit, befremdet und fasziniert zugleich.

Immer spiegeln diese poetischen Bilder das persönliche Erleben der Künstlerin wider und stehen häufig im Zusammenhang mit ihren Aufenthalten an ihren Sehnsuchtsorten zwischen Okzident und Orient und ihrer Auseinandersetzung mit Literatur.

Gezeigt wird in der Ausstellung eine Auswahl ihrer Lackfolienbilder aus einem Zeitraum von 25 Jahren.

www.ilkavogler.de


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18. – 21.Oktober 2018
Ausstellung des Künstlers Peter Reitberger


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26. – 28.Oktober 2018
Ausstellung der Künstlerin Lilo Schmidt-Wiedenroth


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06. – 09.Dezember 2018
Ausstellung der Hamburger Aquarellwerkstatt